Hilfe bei Lernstörungen
Verbesserte Lern- und Gedächtnisleistung mit Mikronährstoffen
28.08.2010 - Das Lernen ist wie andere Leistungen des Gehirns auch mit Stoffwechselaktivitäten der Nervenzellen verbunden. Eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Nahrungsbestandteilen ist deshalb von grundsätzlicher Bedeutung für die Hirnleistungsfähigkeit.
Die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Lernen und Verhalten wurden lange Zeit nicht ausreichend beachtet. Es gibt aber zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, aus denen hervorgeht, dass das Gehirn nur einwandfrei funktionieren kann, wenn es auch optimal ernährt wird. Eine umfangreiche Liste von Publikationen hat z.B. das amerikanische „Food and Nutrition Information Center“ veröffentlicht.
Eine wichtige Aufgabe für Denken, Lernen, Erinnern etc. erfüllen die Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter). Für die Bildung dieser Nervenbotenstoffe werden Aminosäuren, Spurenelemente und Vitamine benötigt. Die Ergebnisse der Nationalen Verzehrstudie II zeigen, dass die Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren unbefriedigend ist. Über 90 Prozent der Jugendlichen nehmen zu wenig Vitamin D auf, über 40 Prozent zu wenig Vitamin E, rund 30 Prozent zu wenig Vitamin C. Auch die Versorgung mit Folsäure lässt sehr zu wünschen übrig: Etwa 70 Prozent liegen unter den DACH-Referenzwerten.
Kinder und Jugendliche sind hinsichtlich Mikronährstoffdefiziten auch deshalb gefährdet, weil häufig Nahrungsmittel bevorzugt werden, die eher mikronährstoffarm sind.
Zink wird z.B. für die Funktionsfähigkeit verschiedener Nervenbotenstoff-Systeme benötigt. Ein Zinkmangel kann aus diesem Grunde die Hirnfunktion erheblich beeinträchtigen. In verschiedenen Studien gab es einen engen Zusammenhang zwischen niedrigen Zinkkonzentrationen und einer ADHS-Symptomatik. Unabhängig von ADHS kann Zink die Hirnleistungsfähigkeit von Heranwachsenden verbessern. Dies wurde in einer US-amerikanischen Studie vom Jahr 2005 nachgewiesen. Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das u.a. auch für die Bildung von Nervenbotenstoffen gebraucht wird. Ein Eisenmangel kann deshalb auch die geistigen Fähigkeiten beeinträchtigen. Die Ergebnisse einer Metaanalyse beweisen, dass eine Eisensupplementierung die Aufmerksamkeit, die Konzentration und den IQ verbessert. Die Vitamine B6, B12 und Folsäure sind an der Bildung der Nervenbotenstoffe beteiligt. Wenn eines der Vitamine fehlt, kann das Stoffwechselprodukt Homocystein im Blut ansteigen. Nach Forschungsergebnisse der schwedischen Universität Örebro standen höhere Homocysteinwerte mit schlechteren Schulnoten in Verbindung.
Eine Mikronährstoffanalyse gibt Aufschluss über mögliche Mikronährstoffmängel und ermöglicht eine gezielte und individuelle Nahrungsergänzung. Unbestritten ist, dass das Gehirn nur dann seine volle Leistungsfähigkeit bringen kann, wenn alle Nahrungsbestandteile in ausreichender Menge und Qualität vorhanden sind.
Autor: DCMS GmbH ©
Diagnostisches Centrum für Mineralanalytik
und Spektroskopie DCMS GmbH
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Ein Beitrag von Herrn Dr. Hans-Ulrich Jabs
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© 2010 Dr. med. Dipl.-Biochemiker Hans-Ulrich Jabs / MedWell Praxis / Nottuln
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